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Kontrolle der Schweißverformung

15.05.2026

TEIL 01

1. Beim Zusammenbau von Bauteilen oder zusammengesetzten Bauteilen, beim Verbinden von Teilen und Schweißen Bei der Montage von Teilen zu Komponenten sollten die angewandten Prozesse und Abläufe die Verformung und das Schrumpfen der fertigen Bauteile minimieren. TEIL 02

2. Ausgehend von der Anordnung der Schweißnähte an den Bauteilen können folgende Anforderungen zur Kontrolle der Verformung durch eine sinnvolle Schweißreihenfolge erfüllt werden:

Bei Stumpf-, T- und Kreuzverbindungen ist, sofern die Werkstückplatzierung dies zulässt oder ein einfaches Wenden möglich ist, beidseitig symmetrisches Schweißen vorzuziehen; bei Bauteilen mit symmetrischem Querschnitt sollte die Schweißung symmetrisch zur neutralen Achse des Bauteils erfolgen; bei Knoten mit symmetrischen Verbindungselementen sollte die Schweißung symmetrisch zur Knotenachse und gleichzeitig durchgeführt werden.

Bei asymmetrischen, doppelseitigen Nutenschweißungen empfiehlt es sich, zuerst die Seite mit der tiefen Nut zu schweißen, dann die Seite mit der flachen Nut zu füllen und schließlich die Schweißung auf der Seite mit der tiefen Nut abzuschließen. Bei besonders dicken Blechen sollte die Anzahl der rotierenden, symmetrischen Schweißzyklen erhöht werden.

Für lange Schweißnähte empfiehlt sich das Rückwärtsschweißverfahren oder die gleichzeitige Anwendung des symmetrischen Mehrpersonenschweißverfahrens.

Um eine lokale Wärmekonzentration am Werkstück zu vermeiden, sollte das Auslassschweißverfahren angewendet werden.

TEIL 03

3. Beim Zusammenbau und Verschweißen von Bauteilen sollten Verbindungen mit größerer zu erwartender Schwindung zuerst verschweißt werden, gefolgt von Verbindungen mit geringerer zu erwartender Schwindung. Die Verbindungen sollten unter möglichst geringen Einschränkungen verschweißt werden.

TEIL 04

4. Bei Verbindungen mit zu erwartender hoher Schwindung oder Winkelverformung lassen sich die Werte für Schweißschwindung und Winkelverformung rechnerisch abschätzen. Vor dem eigentlichen Schweißen können Methoden wie das Einplanen eines Schweißschwindzuschlags oder das Voreinstellen einer Rückverformung zur Kontrolle von Schwindung und Verformung eingesetzt werden.

TEIL 05

5. Bei jedem Bauteil eines Verbundbauteils muss das Spleißen abgeschlossen sein, bevor das Bauteil mit anderen Bauteilen verschweißt wird; bei Verbundbauteilen, die aus mehreren Bauteilen bestehen, sollte eine Teilmontageschweißung durchgeführt werden, und Verformungen sollten separat korrigiert werden, bevor mit der endgültigen Montageschweißung fortgefahren wird, um Bauteilverformungen zu reduzieren.

TEIL 06

6. Bei Bauteilen mit unregelmäßigem Querschnitt, bei denen die Schweißnahtverteilung in Bezug auf die neutrale Achse des Bauteils deutlich asymmetrisch ist, können unter der Voraussetzung, dass die Anforderungen der Auslegungsberechnung erfüllt werden, Methoden wie die Vergrößerung oder Verkleinerung der gefüllten Schweißnahtfläche oder die Verwendung von Ausgleichswärme eingesetzt werden, um die Wärme auf das Bauteil auszugleichen und die Verformung zu reduzieren.

【Erläuterung】Hauptzweck der Schweißverformungskontrolle in den Abschnitten 1–6 ist die Sicherstellung der erforderlichen Abmessungen von Bauteilen oder Konstruktionen. Die Kontrolle der Schweißverformung kann jedoch mitunter gleichzeitig die Schweißspannung und die Neigung zu Schweißrissen erhöhen. Um die Schweißverformung zu reduzieren oder auszugleichen, sollten geeignete Prozessmaßnahmen, Schweißfolgen und Wärmebilanzierungsverfahren angewendet werden. Dabei ist der Einsatz starrer Fixierungen oder Zwangsmaßnahmen zur Verformungskontrolle zu vermeiden. Einige der in diesem Regelwerk beschriebenen Methoden sind …GUTDie praktische Erfahrung zeigt, dass eine angemessene Anpassung an die tatsächlichen baulichen Gegebenheiten wirksam ist, um die Verformung von Schweißbauteilen zu kontrollieren.