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Wie Schweißgeschwindigkeit und Stromstärke die Schweißnahtbildung beeinflussen

16.06.2026
Viele schweißenViele Schweißer stehen vor demselben Problem: Sie verwenden dasselbe Metall und denselben Schweißbrenner. Doch ihre Schweißnähte sehen völlig unterschiedlich aus. Manche sind sauber und gleichmäßig, andere dünn, dick, dunkel oder der Lichtbogen bricht sogar ab.
Die Hauptgründe sind zwei grundlegender Natur. Schweißen Einstellungen: Schweißgeschwindigkeit und Schweißstrom.

1. Standard Gute Schweißnaht

Das Schmelzbad ist voll. Die Schweißnaht ist gleichmäßig. Die Schweißnahtbreite passt gut. Die Schmelztiefe ist genau richtig.
Dies ist der optimale Schweißzustand. Der Strom ist optimal auf das Metall abgestimmt. Die Schweißgeschwindigkeit bleibt konstant. Der Schweißer kann das Schmelzbad problemlos kontrollieren.
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2. Schweißgeschwindigkeit zu langsam

Die Schweißnaht wird dick und breit. Die fischschuppenartigen Linien wirken groß. Der erhitzte Bereich verfärbt sich dunkel.
Wird der Brenner zu langsam bewegt, entsteht zu viel Hitze. Das Schmelzbad wird zu groß. Die Schweißnaht kann einsinken, das Metall durchbrennen oder es verformen.

3. Schweißgeschwindigkeit zu hoch

Die Schweißnaht wird schmal und dünn. Die Zunderlinien sind eng. Das Metall schmilzt nicht tief genug. Es kann auch zu unvollständiger Verschmelzung kommen.
Wird der Brenner zu schnell bewegt, ist die Hitze nicht ausreichend. Das geschmolzene Metall kann sich nicht vollständig ausbreiten. Schmutz kann sich in der Schweißnaht festsetzen, und Teile des Metalls verbinden sich nicht dicht.

4. Schweißstrom zu hoch

Die Schweißnaht ist breit. Das Schmelzbad ist groß. Es spritzt viel Metall heraus. Der Schweißbereich verfärbt sich sehr dunkel. Das Metall kann leicht durchbrennen.
Zu hoher Strom erzeugt zu viel Hitze. Das Schmelzbad lässt sich nur schwer kontrollieren. Die Schweißnaht schneidet in die Metallkanten ein, und die inneren Metallkörner werden grobkörnig.

5. Schweißstrom zu niedrig

Die Schweißnaht ist dünn und schmal. Die Schmelztiefe ist gering. Der Lichtbogen vibriert stark und kann plötzlich abbrechen.
Zu geringer Strom erzeugt nicht genügend Hitze. Das Metall kann nicht vollständig durchschmelzen. Die Schweißnaht weist eingeschlossenen Schmutz, unvollständige Verschmelzung und eine unsaubere Oberflächenform auf.
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Einfache Regel zum Merken

Niedrige Brennergeschwindigkeit → dicke Schweißnaht, dunkles Metall, leicht durchzubrennen
Hohe Brennergeschwindigkeit → dünne, schmale Schweißnaht, geringe Schmelztiefe, leichte unvollständige Verschmelzung
Hoher Schweißstrom → breite, dunkle Schweißnaht, viele Spritzer, Durchbrennen leicht
Niedriger Schweißstrom → dünne, flache Schweißnaht, instabiler Lichtbogen, leicht unvollständige Verschmelzung
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Wichtiger Tipp für saubere Schweißnähte

Wählen Sie die passende Stromstärke entsprechend der Materialstärke. Passen Sie die Schweißgeschwindigkeit an die Größe des Schmelzbades an. Halten Sie den Brenner ruhig. Bewegen Sie ihn ohne Ruckler oder längere Pausen.
Es gibt keine festgelegten, idealen Einstellungen. Diese Regeln gelten jedoch für alle Schweißarbeiten. Kontrollieren Sie Ihre Schweißnähte regelmäßig. Vergleichen Sie verschiedene Schweißnahtformen. Passen Sie die Einstellungen schrittweise an. Mit etwas Übung gelingen Ihnen so jedes Mal glatte, ansehnliche Schweißnähte.